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Remote Monitoring – wo bestehende Lösungen zu kurz greifen

Remote Monitoring – wo bestehende Lösungen zu kurz greifen

Aufgrund zahlreicher Gespräche mit Kunden und Interessenten wissen wir: häufig stehen vor allem Sicherheitsbedenken dem Einsatz von Remote-Monitoring-Lösungen entgegen, obwohl der Nutzen durchaus als hoch eingeschätzt wird. Die Frage für uns war daher, an welchen Stellen bestehende Lösungen augenscheinlich zu kurz greifen, als dass sie diese Bedenken ausräumen könnten.

Wir haben hierzu nochmals gezielt Gespräche mit möglichen Anwendern geführt, um diejenigen Anforderungen für eine Monitoring-Lösung zu erkennen, die mit den herkömmlichen verfügbaren Lösungen nicht zufriedenstellend abzubilden sind.

Nachfolgend beschreiben wir ein paar der hierbei diskutierten Szenarien. Aus Vertraulichkeitsgründen stellen wir diese lediglich anonym und zudem vereinfacht dar. Die Darstellung reicht jedoch aus, um spezielle Aspekte und Anforderungen an eine gewünschte Lösung abzuleiten.

Szenario 1: Prüfstandsüberwachung bei langlaufenden Tests

Prüfstände werden zum Teil für sehr langlaufende Tests, beispielsweise zerstörende Getriebetests, genutzt.

Ein Anlagenbauer liefert Prüfstände, die zum Teil für sehr langlaufende Tests genutzt werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um zerstörende Getriebetests, die mit sehr teuren Prototypen durchgeführt werden. Da ein solcher Test nicht ohne Weiteres wiederholt werden kann, muss sichergestellt werden, dass während des Tests keine Probleme auftreten, die die Auswertbarkeit der Testergebnisse erschweren oder gar verhindern.

Die Dauer der Tests (zum Teil mehrere Tage) macht eine kontinuierliche Überwachung des Testprozesses schwierig bzw. würde für die Testdauer kontinuierliche Vor-Ort-Bereitschaft und eine kontinuierliche Kontrolle erforderlich machen. Die Anlagenbetreiber kommen überwiegend aus der Automobilbranche und sind hinsichtlich der Netzwerk- und Datensicherheit besonders sensibel. Die Betreiber wünschen sich eine Überwachung ohne Netzwerkeinwahl, fordern aber gleichzeitig eine maximale Vertraulichkeit ihrer Daten.

Aktuell besteht zwar bei einzelnen Anlagenbetreibern die Möglichkeit, dass sich der für den Prüfstand zuständige Mitarbeiter von seinem Home-Office aus in das Firmennetz des Anlagenbetreibers einloggt und den Anlagenzustand prüft. Allerdings setzt dies immer eine aktive Prüfung durch den Mitarbeiter voraus. Wegen der Verbindung in das Firmennetzwerk kann dies in der Regel auch nicht über ein Smart-Device mit schmalbandiger Datenverbindung erfolgen.

In diesem Szenario sind die folgenden Aspekte von SeReMo für den Interessenten besonders relevant:

  • Monitoring ohne Netzwerkeinwahl,
  • Vertraulichkeit der Daten,
  • Kontinuierliche, automatische Systemüberwachung,
  • Aktive Alarmierung.

Szenario 2: Überwachung von Blockheizkraftwerken

Remote Monitoring bietet eine Überwachung von Heizkraftwerken von der Zentrale aus an.

Ein weiterer Anlagenbauer baut Blockheizkraftwerke und bietet den Betrieb / Service dieser Kraftwerke als Serviceleistung. Um Kundenanlagen von der Zentrale aus überwachen zu können, wurden Einwahlmöglichkeiten geschaffen und die Daten der Anlagen über eine Portallösung dem „Leitstand“ zur Verfügung gestellt.

Allerdings gibt es zahlreiche Servicetechniker, die nicht in der Zentrale arbeiten, sondern im Feld unterwegs, aber dennoch für die Überwachung und den Service bestimmter Anlagen zuständig sind. Da die Servicemitarbeiter oftmals unterwegs sind und häufig nur schlechte / schmalbandige Datenverbindungen haben, ist das existierende Portal für ihre Überwachung schon aus Performance Gründen nicht nutzbar. Andererseits ist das Portal für eine schnelle vom Techniker vorzunehmende grobe Systemeinschätzung und Überwachung aber auch viel zu mächtig und unübersichtlich.

Der Interessent ist daher vor allem an folgenden Aspekten interessiert:

  • Monitoring ohne Netzwerkeinwahl,
  • Nutzung bei schmalbandiger Datenverbindung,
  • Schnelle, kompakte Übersicht des Anlagenzustandes,
  • Möglichkeit der Überwachung mehrerer Anlagen.

Szenario 3: Reinigungsprozesse im Lebensmittelbereich

Reinigungsprozesse in der Lebensmittelindustrie unterliegen strengen Hygieneanforderungen.

Dieses Szenario ergab sich aus Gesprächen mit einem Anlagenbauer für Reinigungsanlagen im Lebensmittel- und Pharmabereich. Diese Anlagen werden zum Beispiel in der Getränkeindustrie für die Reinigung von Pfandflaschen genutzt. Die Reinigungsprozesse haben strenge Hygieneanforderungen und müssen nicht nur nachvollziehbar dokumentiert, sondern auch entsprechend überwacht werden. Die Anlagen übernehmen bereits eine revisionssichere Dokumentation der Prozessabläufe, es fehlen aber entsprechende Monitoring-Werkzeuge.

Der Anlagenbauer bietet zum einen aber Service-Verträge, die eine Überwachung und Optimierung der Anlagen im laufenden Betrieb von Seiten des eigenen Serviceteams beinhaltet. Zum anderen verlangt der Anlagenbetreiber zunehmend entsprechend Monitoring-Möglichkeiten. Dabei sind in der Regel für den Anlagenbetreiber und den Servicetechniker völlig unterschiedliche Anlagendaten relevant. Für den Aufbau einer Monitoring-Lösung ist es in diesem Umfeld erforderlich, dass kein nennenswerter Platzbedarf an Hardware entsteht. Die Anlagen werden mit einem bestückten Schaltschrank ausgeliefert, der nur wenig zusätzlichen Platz bietet. Der Schaltschrank bietet eine Netzwerkanbindung nach außen, ist aber in der Regel nicht in das Netzwerk der Anlagenbetreiber eingebunden. Zusätzlich für das Monitoring erforderliche Hardware sollte entsprechend platzsparend, möglichst z. B. als lüfterloser Embedded-PC ausgelegt und somit im Schaltschrank einbaubar sein. Gleichzeitig sind die Anlagen stark kundenindividuell, sodass eine Monitoringlösung flexibel hinsichtlich der zu verarbeitenden Daten und der Kommunikationsschnittstellen aufgebaut sein muss.

Für den Interessenten sind demnach besonders relevant:

  • Offenheit hinsichtlich der genutzten Schnittstellen,
  • Kompakte Hardware, im Schaltschrank einbaubar,
  • Möglichkeit der Überwachung mehrerer Anlagen,
  • Anwendergruppen benötigen unterschiedliche Daten.

Neue Wege zu mehr Sicherheit

Ausgehend von den von uns aufgenommenen Anforderungen wurden bestehende Remote-Monitoring-Lösungen analysiert. Dabei zeigte sich, dass vor allem im Bereich Security viele Lösungen einfach zu kurz greifen.

Dabei geht es bei den Kunden einerseits um die Sorge vor einem unberechtigten Zugriff auf die Anlage von außen (Fernwirken), andererseits um die Vertraulichkeit der Anlagendaten.

Bei unserem öffentlich geförderten Projekt SeReMo ging es also in hohem Maße vor allem darum, diese Security Aspekte zu berücksichtigen.

Mit SeReMo entstand in der Folge ein einfach einzuführendes, universelles und sicheres Remote-Monitoring-Werkzeug, dass vor allem in Bezug auf Sicherehitsaspekte neue Wege geht und somit eine einzigartige Lösung darstellt,

  • die keinen Zugriff in das Kunden-LAN und damit keine Öffnung des Netzwerkes erfordert,
  • die ein hohes Maß an IT-Sicherheit sowie an Vertraulichkeit der Daten bietet,
  • die dem Anwender unkompliziert eine schnelle, leicht verständliche Übersicht zum Zustand seiner Systeme bietet,
  • die ein einheitliches Monitoring unabhängig von der Art des Systems anbietet,
  • die den Remote-Anwender aktiv über Störungen oder kritische Zustände im überwachten System informiert (Push-Benachrichtigungen),
  • an die mit geringem Aufwand verschiedenartige technische Systeme zur Systemüberwachung angebunden werden können.

In einem der folgenden Beiträge werden wir das neuartige Konzept hinter SeReMo näher beschreiben und somit aufzeigen, wie wir die obigen Anforderungen konkret erfüllen.

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